Hildegard Schürings

fotografiert seit 1978 in vielen Ländern Afrikas. Die Fotos und Texte dieser Ausstellung sind im Zeitraum 1978 – 2011 geschaffen worden. Geboren wurde sie in Mönchengladbach. Nach dem Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und der 1. Staatsprüfung unterrichtete sie an einer Realschule im Münsterland und schloss 1972 das Studium der Erziehungswissenschaften (Pädagogik, Erwachsenen­bildung, Philosophie, Soziologie, Didaktik der Wirtschaftswissenschaften) als Diplom-Pädagogin ab. 1992 promovierte sie an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität, Frankfurt, zum Thema: „Restrukturierung  der Gesellschaft in Rwanda während der Kolonialzeit“.
Nach fünfjähriger Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Fernstudien an der Universität Tübingen arbeitete sie von 1978-1983 als Entwicklungshelferin des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Ruanda (Rwanda). Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität, Frankfurt. Von April 1993 bis September 1997 arbeitete sie als Teamleiterin für ein Projekt der Beruflichen Bildung für Frauen in Tunesien (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit). Seit 1997 ist sie freiberuflich in der Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Bildungsarbeit tätig. Seit mehr als 30 Jahren führt sie Lehraufträge und Seminare an Universitäten und Bildungseinrichtungen durch: Johann-Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt, Kassel-Witzenhausen, Technische Universität Darmstadt, Humboldt-Universität zu Berlin, Bilbao (Spanien), Paris-Nanterre, Straßburg (Frankreich), Louvain-La-Neuve und Namur (Belgien). Seit 2001 ist sie Geschäftsführerin von Imbuto e.V. www.imbuto.net. Seit den 1980er Jahren ca. 250 Vorträge und Seminare zu den Entwicklungen in der Region der Großen Seen.
Länder, in denen H. Schürings heute arbeitet oder für internationale und deutsche Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen und Universitäten tätig war: Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweiz; Nordafrika: Tunesien, Algerien, Marokko, Ägypten; in der Region der Großen Seen (Burundi, Demokratische Republik Kongo, Rwanda), im Senegal sowie in Benin, Burkina-Faso, Cabo Verde, Guinea-Conakry, Gabun, Ghana, Kamerun, Malawi, Mali, Nigeria, Sierra Leone, Südafrika, Togo sowie im Libanon und Katar, in Südost-Asien: Kambodscha, Vietnam.

Audiovisuelle Medien:
Mit Pauline Disonn: Afrika – Andere Blicke 06868 Coswig Herzzentrum 4.09.-30.11.2013
Mit ISOKO e.V.: Wanderausstellung und Katalog: Rwanda – Ein Tag auf dem Lande, 1985, 5 Diaserien zu Gesundheitsversorgung, Ländliche Entwicklung, Familie, Landwirtschaft, Schulwesen in Rwanda
Mit AKFaaHL: Frauen aus aller Herren Länder, Frankfurt – Stuttgart 1989-1993 (Wanderausstellung, Lese- und Bilderbuch)
dreisprachige Bild-Buchkalender (deutsch, französisch, kinyarwanda):
Gahururu Jean/ Schürings, H.:  Mulisanze mu Rwanda – Bienvenue au Rwanda – Willkommen in Rwanda. Bonn 1984
mit ISOKO e.V.:  Mu rugo i Rwanda – En famille au Rwanda – Familie in Rwanda. Frankfurt 1985

Veröffentlichungen  (Auswahl zur Region der Großen Seen, Zentralafrika)
Bücher
Hildegard Schürings, Sebastian Günther, Andrea Pabst (Ed): Imbuto asbl – Zentrum für Konfliktforschung, Centre for Conflict-Studies Philipps-Universität Marburg: International Symposium: No future without the past – Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa, 14.-17. August 2008, Marburg, Germany – Symposium International: Pas d’avenir sans le passé – Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale, Marburg 2009, 228 p.
– „Wiederaufbau in Ruanda – dreizehn Jahre nach dem Genozid“, Dossier „eins – Entwicklungspolitik, Information Nord-Süd“, 5-2007, Frankfurt, 24 p.
– (Hg): Ein Volk verläßt sein Land – Krieg und Völkermord in Ruanda. Köln 1994 -> Rezension
Rwandische Zivilisation und christlich-koloniale Herrschaft. Forschungsreihe: Erziehung und Gesellschaft im internationalen Kontext. Frankfurt 1992-> Rezension
– mit Mukamunyurwa-Schwarzbeck, Marte: Verhalten in Ruanda, Reihe Verhaltenspapiere, Heft 40, Deutsche Stiftung für Internationale Entwickelung-DSE, Bad Honnef 1992
– mit ISOKO e.V. (Hg): Amakuru ki? Über leben in Rwanda – Vivre au Rwanda, zweisprachig (deutsch, französisch), Frankfurt 1987
– (Hg): Ländliche Entwicklung und gemeinsames Lernen. Jahrbuch „Pädagogik: Dritte Welt 1985“, mehrere Beiträge zu Rwanda, Frankfurt 1986

Aufsätze und publizistische Arbeiten
Keep Education Running – Conflicts in the Democratic Republic of Congo and their Effects on Education, Women and Men, and Civil Society, in:  Arnold-Bergstraesser-Institut/ Weiland, Heribert & Kerstin Priwitzer, Joschka Philipps (eds.) Education in Fragile Contexts – Government Practices and Challenges, pp. 105-129, Freiburg 2011
Gacaca in Rwanda: Der schwierige Weg zu Wahrheitsfindung und Versöhnung, in: perspek­tive mediation, Wien, 3-2008
– Identitätsfalle: „Ethnische“ Zugehörigkeit als zentrales Kriterium für den Platz in der Gesell­schaft, in: „Wiederaufbau in Ruanda – dreizehn Jahre nach dem Genozid“, Dossier „eins – Entwicklungspolitik, Information Nord-Süd“, 5-2007, Frankfurt
– Gacaca – Wege zu Gerechtigkeit und Versöhnung?, in: „Wiederaufbau in Ruanda – dreizehn Jahre nach dem Genozid“, Dossier „eins – Entwicklungspolitik, Information Nord-Süd“, 5-2007, Frankfurt
12 years after genocide in Rwanda – Youth between hope and suffering. Trauma­researchnetwork TRN Conference, St. Moritz, 14. – 17. September 2006, organised by Hamburger Institut für Sozialforschung, Germany
Die Wahrheit heilt – Ruandas steiniger Weg zu Frieden und Versöhnung, in: Zeitschrift, Entwicklungspolitik, 1+2, 2005, S.33-36
Wie kann ich über etwas sprechen, für das man keine Worte hat? In: Callies, Jörg (Hg.): Zehn Jahre nach dem Völkermord in Ruanda, Loccumer Protokolle 11/4, 2005
Noch keine Versöhnung – Vor zehn Jahren: Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Ruanda, in: Zeitschrift Entwicklungspolitik, 7/2004 April, S. 26-31
– mit Erdmann, Arne, Raschdorff Pierrot: Agacaca – Gegen die Kultur der Straflosigkeit, in: Zeitschrift Entwicklungspolitik, 7/2004 April, S. 32
Rwanda – 10 ans après, quel avenir pour la jeunesse? in: ASMAE – Passerelles, no 44, 6/2004, Belgium
– Zwischen Sextourismuns und Werteexport – Die Bedeutung Afrikas für Deutschland. In: Entwicklungspolitik, 6/2001
Versagen im Angesicht des Völkermords – Die unabhängige Untersuchung zur Verantwortlichkeit der internationalen Gemeinschaft in Rwanda 1994. In : Vereinte Nationen, Bonn, 2/2000
Kann Wissenschaft zu Gerechtigkeit in der Region der Großen Seen in Zentralafrika beitragen?. In: Aithal, Vathsala/ Schirilla, Nausikaa/ Schürings, Hildegard/ Weber, Susanne (Hg): Wissen, Macht, Transformation – Internationale und interkulturelle Perspektiven. Frankfurt am Main, Mai 1999
Verdeckte Fronten – Zu den Hintergründen des Konflikts in Ostzaire. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. Bonn, Januar 1997, S. 74-82
– Die Entdeckung der Stämme, In: Hoerig Uwe: Zum Beispiel Hutu und Tutsi, Göttingen 1997. S. 13-16
Hoffen auf eine neue Hoffnung – die rwandische Gesellschaft sucht eine neue Zukunft. In: ded-brief, Migration und Flucht, 3, 1995, S. 7-11
– Welche Entwicklung in Rwanda? Welcher Beitrag des Nordens? – Ein Diskussionsbeitrag. In: Vehement, Standpunkte – Konfliktbewältigung: Gewaltsam oder gewaltfrei? Kriege aus entwicklungspolitischer Sicht. 1995, S. 41-45
La Coopération de la République Fédérale d’Allemagne avec le Burundi et le Rwanda. In: Les crises politiques au Rwanda et au Burundi (1993-1994), sous la direction de André Guichaoua, Université des Sciences et Technologie de Lille. Karthala, Paris 1995, 790 S., 2. Auflage, S. 487-500
– Rwanda 1994 – Die menschliche Katastrophe. ISOKO e.V., Frankfurt, Januar 1995, Paper, 25 S.
– Hoffen auf eine neue Hoffnung – Bericht über eine Reise nach Rwanda und nach Goma, Zaire. ISOKO e.V., Frankfurt, Februar 1995, Paper, 14 S.
– Le rôle du système éducatif dans le désastre humain au Rwanda – Une perspective historique. Panafrican Colloqium: Educational Innovation in Postcolonial Africa, 12-15 Décembre 1994, Le Cap, Afrique du Sud, 10 S.
Rwanda: Hintergründe der Katastrophe. Opfer, Täter und die internationale Gemeinschaft. In: Vereinte Nationen 4/1994, Bonn, August 1994
Ein Funken genügte … Hintergründe der Gewaltexplosion in Rwanda. In: blätter des iz3w, Freiburg, Juni/Juli 1994, S. 5-9
– Ethnien und Stämme haben eine Geschichte – Zur Genese eines Konfliktes in Rwanda, Zentralafrika. In: Preuschoft, H./ Kattmann, U.: Anthropologie im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik. Universität Oldenburg 1992, S. 59-73
Geschichtliche Hintergründe des „Oktoberkriegs 1990“ in Rwanda. In: Pfalz Forum, Zeitschrift für Frieden, Demokratie und Umwelt, 01/1991,S. 38-41
– Das koloniale Konstrukt „Ethnie“ lebt auf in politischen Kämpfen. In: Frankfurter Rundschau 20.2.1991
Die letzten Reserven gehen im afrikanischen Rwanda zur Neige. In: Frankfurter Rundschau 13.6.1990
Das Elend in Europa oder Bilder einer Dritten Welt. In: Rückkehrer-Rundbrief Nr. 20/ März 1987, hrsg. von KIS, S. 39-45
– Bevölkerungswachstum als Ursache der Unterentwicklung? Wie reagieren die Betroffenen. In: ded-brief, 1, 1985
Exportkulturen in Rwanda. In: Partnerland Rwanda, hrsg. vom Institut für Ethnologie und Afrika-Studien. Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1984
– Zum Beispiel Ruanda – Patentrezepte fürs Helfen gibt es nicht – Aus der Arbeit eines Gesundheitzentrums im Süden Ruandas. In: Die Rheinpfalz, 4.9.1984
– Le thé n’est pas mangeable. in: dialogue, No. 81, Juillet-Août, Rwanda 1980

Konferenzen und Seminare
Centre for Conflict Studies, Philipps-Universität Marburg/ Imbuto asbl: No future without the past – Perspectives of democratization and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa, 14.-17. August 2008, Marburg – Germany, International Conference – Conférence internationale: Pas d’avenir sans le passé – Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix  dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale, 14 au 17 Août 2008, Marburg – Allemagne, September 2008, www.imbuto.net

Seit 2000 Leiterin von zahlreichen Projekten der Friedensförderung in der Region der Großen Seen und in Europa: www.imbuto.net z.B.:

  • Imbuto e.V.:  Für Frieden und Versöhnung  – Jugendbegegnungen in Rwanda – 2003, CD -Fronhausen 2004
  • Studienreise: „Erinnern, Lernen und Gedenken in Deutschland und in Rwanda“ in Dachau, Buchenwald, Berlin, zusammen mit DED und MEMOS, Rwanda, November/ Dezember 2004
  • Visions des jeunes pour l’avenir, Rwanda, Burundi, Octobre 2007 : „Visionen von Jugendlichen für den Frieden“
  • Meine Welt – Deine Welt – Unsere Welt 2009, Meine Rechte – Deine Rechte – Unsere Rechte 2010, Stand-up for your rights! Fronhausen 2011 und 2012

Mit Nimbona Gabriella, Ntampaka Charles, Nsengimana Nkiko, Gahururu Jean: A la recherche de la paix dans la région des Grands Lacs en Afrique centrale – Une contribution de la société civile – Vers une nouvelle dynamique;  In Search of Peace in the Great Lakes Region in Central Africa – A contribution of civil society – Toward new dynamics. – Atelier de réflexion/ workshop (Organisation: H. Schürings & Tabu Valentin Lubanda, Moderation) Tunis, 6 au 10 Septembre 1996, EL TALLER, Tunesien.